Giorgio Giugiaro prägte mit dem "VW Golf I" (1974) das komplette Automobiljahrzehnt der 1980-er Jahre (mit der unschönen, ärgerlichen Ausnahme des "Ford Sierra", einem Vorgeschmack der "Globalisierung"sgleichmacherei).

Giugiaro machte vor, wie man mit wenigen, aber disziplinierten Strichen alles zu sagen vermag. Und dabei dennoch unverwechselbar bleibt: Jedes Kind mit Normalbegabung vermag die Silhouetten eines Golf I, eines Scirocco, eines Fiat Uno zu zeichnen. - Paul Bracq verlieh mit der Coupe-Version der "Großen Flosse" selbst einer langweiligen schwäbischen Automobilmarke wie Mercedes-Benz zeitlose Eleganz und Würde. Der britische Triumph TR6: eine von der Firma Karmann in der Formgebung disziplinierte Version der Vorgängermodelle des iItalienischen Designers Giovannie Michelotti.

  • Märchen(interpretationen) von Hans Christian Anderson, Wilhelm Hauff und Ludwig Bechstein
  • Franz von Assisis Sonnengesang (Die Demut …)
  • Goethes Prometheus (Die Freiheit … und die Anmaßung der Freiheit …)
  • Blätterrauschen von Birken, Pappeln und Espen (Zitterpappeln). Die Pappel, ein - optisch gesehen - impressionistischer Baum.
  • Wuchsbild von Linden
  • lichtes Schattengrün unter Robinien
  • gestaltete Natur im Sinne Fürst Pücklers
  • Mein leider aufgrund eines "metrosexuellen Gender-Zeitgeists" seit langen Jahren vom Markt genommenes Rasierwasser "Free life" sowie der ebenfalls aus "Zeitgeist"-Gründen vom Markt genommene, recht pure Sandelholzduft "Sandal wood" (Arden).
  • raffinierte, polyphone Weiß- und Rotweine (letzteres leider schwer zu finden).



Musik-Geschmack

Mein Motto-Lied, seit meinem fünften Lebensjahr, ist Blood Sweat & Tears’ "And when I die".

Ich höre Musik lieber reflektiert, weniger inflationiert als heute aufgrund der technischen Entwicklungen allgemein üblich.

Pop: Schwerpunkt 60-er Jahre.

Lieblingsbands: Blood Sweat & Tears (kraftvolles Sounding). Die Ärzte (wunderbar spöttisch und intelligent). Ian Andersons Jethro Tul. Das stimmliche Ausnahmetalent Amy Winehouse (Sie starb so unglückselig verfrüht wie die unbegabte "Whitney Houston" zu spät starb, noch Zeit findend, ihre Umwelt zu nerven).

Übergang Renaissance / Barock: Monteverdi
Barock: Vivaldi, Pergolesi
Wiener Klassik: Josef Haydn
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Sie möchten wissen, mit wem Sie es zu tun haben?

Gern. En detail. Zunächst einmal: Ja, es gab ein "Leben vor dem Hund". Mehrere sogar, wenn man so will. In über fünf Jahrzehnten sammelt sich in jedem Leben so einiges an beruflichen wie privaten Erfahrungen, Positionen, Geschmäckern, Vorlieben.

Vielleicht finden Sie sich in einigen der folgenden Eckpunkte wieder, vielleicht mögen Sie auch, umgekehrt, vehement widersprechen, streiten, diskutieren, sich austauschen.

Näheres über mich

Mit Esoterik habe ich nichts am Hut - doch ich fürchte, ich erfülle etliche Kriterien eines Klischeeschützen. Ich bin bekennend politisch-unkorrekt und ziemlich "straight" - was zwar furchtsame Menschen verschrecken mag, aber im Umgang mit Hunden seine Vorteile hat (Stichworte Verhaltenstreue, Verhaltensverlässlichkeit, Berechenbarkeit).

Was ich NICHT bin: ein weltabgewandter "Aussteiger", der nunmehr "was mit Hunden macht". Der  Mensch steht bei mir VOR dem Hund.

Obwohl ich ein im nicht-politischen Sinne eher konservativer, bodenständiger Mensch bin, habe ich keine eigene Familie gegründet. Ich hatte eine sehr geborgene, freundliche Kindheit, mit Eltern, die in Sachen Kindererziehung stets mit einer Stimme sprachen, mit älteren Geschwistern, von denen ich lernen konnte. Eine solche Kindheit würde ich im Fall meiner Vaterschaft weitergegeben haben wollen. Die gesellschaftspolitischen Voraussetzungen dafür sehe ich jedoch im heutigen Deutschland nicht mehr als gegeben an. Abstrahiert von einer kulturellen Fiktion mit dem Titel “Individuum” bin ich damit definitiv Teil eines sozio-historischen Niedergangs deutscher Kultur (was immer “deutsch” sein mag ;-) Schön, Ihnen eine Weile auf diesem denkwürdigen Planeten Gesellschaft zu leisten - um anschließend (willentlich) möglichst folgenfrei zu verschwinden - dem bio-genetischen Diktum der Natur zum Spotte.


Politischer und wirtschaftsphilosophischer Standort

Zeit meines Lebens: liberal. In der Jugend mit "linkem", naiven Hintergrund, mit der Lebenserfahrung des Alters mit wertkonservativem Schwerpunkt. Ja, womöglich hätte sogar aus der "FDP" noch mal etwas werden können - ohne reine Lobbyvertreter wie den schrillen Herrn Westerwelle …

Genauer gesagt bin ich ein Ordoliberaler. Der Ordoliberalismus, begründet vor allem von Walter Eucken, sozial ausgewogen ergänzt u. a. durch Alfred Müller-Armack, ist der deutsche Sonderweg innerhalb des sog. Neoliberalismus. Vom österreichischen und angloamerikanischen Neoliberalismus-Modell grenzt sich der deutsche (klassische) Neoliberalismus ab durch äußerst bewusste Mechanismen der Machtbegrenzung. Ein Relikt dieses Willens zur Machtbegrenzung, das über Ludwig Erhard damals Eingang in die deutsche Politik fand, ist übrigens die staatliche Institution des Bundeskartellamts. (Erkenntnis: Macht, die keine Begrenzung erfährt, mündet gesinnungsbezogen in Diktatur, volkswirtschaftlich bezogen in Stasis).

Libertas, libertatis … Die Freiheit hat es in sich. Ein Wort so erschlagend groß wie "Gott" oder "Liebe". "Freedom is just another word for nothing left to lose" sang Janis Joplin in "Bobby McGee". Die menschliche Furcht vor der Freiheit reflektierte in intelligenter, pointierter Weise die Schriftstellerin Esther Vilar. Freiheit im Sinne von Leistungswille setzte der Wirtschaftstheoretiker Adam Smith, liberales Urgestein, gegen die leistungslos gewordene Dekadenz des feudalen Adels vor der Französischen Revolution. Und Freiheit forderte Friedrich List, ein deutscher Urliberaler, mit seiner Deutschen Zollunion gegenüber innerdeutschen Zollschranken. List setzte damit, Jahrzehnte vor Gründung des Dt. Reiches als Nationalstaat, erste nationalliberale Akzente. Übrigens setzte dies Friedrich List in schroffe Opposition zu dem über alle deutschen Fürstentümer verbreiteten Polizeistaatsapparat der Metternich-Restauration.

Das Interessante (und für die Mehrzahl der Menschen vertrackte) Ding an der Freiheit: Sie hat zwei Medaillenseiten. Die eine trägt eine Prägung "Entscheidungsautonomie", die andere eine Prägung "Einsamkeit" oder "Entscheidungsdruck". Jeder Führungspersönlichkeit dieser Welt wird die Autonomie geneidet. Aber der Grund, warum es so wenige Führungspersönlichkeiten auf dieser Welt gibt (oder zu viele erfolglos bemühte Darsteller von Führungspersönlichkeiten), der ist ganz einfach: Entscheiden - und zu den Konsequenzen der getroffenen Entscheidungen stehen, das kostet Kraft, Energie. In diesem Sinne erscheint ein Führer von Gruppen, seien es solche aus Menschen oder solche aus Hunden, als ein sehr demütiger Mensch.
Soweit zu meinem Verständnis des Liberalismus, einer Idealformulierung, welche die Freiheit (latinisiert) in ihrem Namen trägt.

 

Einige meiner Lieblingsbücher

  • Luise Rinser, Bruder Feuer (eine Interpretation Franz von Assisis)
  • Esther Vilar, Der dressierte Mann
  • Richard Dawkins, The selfish gene
  • Dieter Schwanitz: Der Campus, Persiflage über den Terror des Gutmenschentums (Erläuterung: Gutmensch = scheinmoralischer Mensch, meist “links” sich verortender Moralapostel auf Kosten Dritter, sich vom eigenen Risiko freistellender Moralist, kurzum: Heuchler / Pharisäer)
  • Patrick Süßkind, Das Parfum, Sinnlichkeit als Obsession
  • Stanislaw Lem, Test (mit der göttlichen "Waschmaschinen-Tragödie"
  • Stanislaw Lem, Solaris (nichts für Menschen mit Depressionen)
  • Daniel Kehlmann: Die Vermessung der Welt (stilistisch sauber)
  • Max Frisch: Biedermann und die Brandstifter
  • Wolfgang Leonhard: Die Revolution entlässt ihre Kinder
  • H.G. Wells: Time machine, War of the worlds
  • Hans Weigel: Vorschläge für den Weltuntergang / Das Urteil (Satiren)

    Allgemein: Genres (gehobene) Mystery, (gehobene, i.d.R.dystopische) Science fiction, Sachbuch, Pointiertes, Humorig-Überspitztes.



Einige meiner Lieblingsfilme
 

  • Pánico en el transiberiano / Horror-Express, E/UK, 1972, Regie Eugenio Martin
  • Picnic at hanging rock / Picknick am Valentinstag, AUS, 1975, Regie Peter Weir
  • La Guerre du feu / Am Anfang war das Feuer, F, 1981, R. Jean-Jacques Annaud
  • Il nome della rosa / Der Name der Rose, D-F-I, 1985, Regie Jean-Jacques Annaud
  • Sleepy hollow, USA, 1999, Regie Tim Burton
  • The ninth gate, Die neun Pforten, USA, F-E, 1999, Regie Roman Polanski
  • The fearless vampire killers / Tanz der Vampire, UK, 1967, Regie Roman Polanski

    Des weiteren kann ich mich bei den Kultregisseuren George A. Romero, Amando de Ossorio, Lucio Fulci und Russ Meyer ganz köstlich entspannen oder amüsieren. Und am lautesten lachen kann ich bei den Dialogen von Brian (einem distinguiert gebildeten, leicht britisch versnobten Labrador Retriever mit dem ebenso klugen, zwar durch und durch bösartigen homosexuellen Kleinkind Stewie Griffin (Zeichentrickserie "Family guy"). Ums kurz zu machen: Ich erkenne mich in der Figurengebung des Brian wieder, in allen apollonischen wie dionysischen Elementen dieser Figur.



Meine Lieblingsschauspieler
 

  • Donald Sutherland
  • Sean Connery (nur im erhobenen Alter -> “Name der Rose”)
  • Matthias Habich 1975 in Fritz Umgelters Simplicissimus-Verfilmung
  • Udo Samel in Yazmina Rezas "Kunst"
  • Catherine Zeta-Jones in "Katharina die Große"
  • Franziska Petri
  • Emmanuelle Seigner in "The ninth gate"
  • Catherine Deneuve in Luis Bunels "Belle de jour"
  • Axel Milberg
  • Ulrich Tukor

Hobbies

Unter den Voraussetzungen einer beruflichen Selbstständigkeit haben Hobbies eher theoretischen oder “historischen” Charakter. Nennen wir es: Zuneigungen.

Gartenarbeit

Volleyball

Architektur

Wandern

 

Was bei mir Distanz auslöst

"Pretty woman" (und alle sonstigen Filmversuche von "Julia Roberts" (Märchen für keine Prinzessinnen bewegen sich auf gleichem Niveau wie es die Wirtschaftsleistung der “DDR” tat.).

Konservative Moralapostel, linke Ideologen, grüne Gutmenschen

Kontrollfreaks, unsichere, schwache, hinterhältige Menschen

Automobil-Design von 1995 bis etwa 2014 (Verkindlichung und Verweiblichung der Formen, Manierismus und Verwischung der Formen, Verrundung und Adipositas, Undiszipliniertheit. Für einen Mann mit traditionellem Verständnis eigener Geschlechtlichkeit ist es schwer geworden, ein aktuelles und finanzierbares Nutzfahrzeug zu finden, das noch Identifizierung erlaubt. Indessen entspricht das Fehlen von Autos für Männer sicherlich dem Machtverlust des Geschlechts Mann in der heutigen deutschen Gesellschaft.

Alice Schwarzer, “Femen” und Co:. Ich halte diese Akteurinnen des öffentlichen Lebens keineswegs für Vorreiterinnen der weiblichen Emanzipation, sondern für - teils - seit über 40 Jahren gesellschaftsvergiftende Demagoginnen, die ihr eigenes Lebenskonzept, der Selbstvergewisserung halber, allgemeinverbindlich für gesellschaftliche Mehrheiten zu erklären trachten. “Emanzipation”, egal wessen, ist immer eine Frage eigenen Handelns, niemals eine Frage des Forderns. Die Achtung des Gegenübers erhält man durch Leistung, nicht nur Jammern, nicht durch (strategisches) Anklagen anderer. (siehe auch Opfer-Abo nach dogmen-feministischem oder griechischem Lebensmotto).
 

Meine spirituelle Haltung

Ich bin Pantheist (katholischer Entwicklungsherkunft). Weder von (diktatorischen) Monotheisten noch von (respektlosen, technokratischen) Atheisten lasse ich mich vereinnahmen. Was "Atheisten" betrifft: Das beste Beispiel, wie aufrechter Zivilisationswunsch in rechthaberische Barbarei abgleiten kann, scheint mir die historische Persönlichkeit des Maximilien de Robesspierre (eine Ausgeburt französisch-technokratischer Etatismus-Seligkeit, wie man sie während des Kalten Krieges nur in der "DDR" und heutzutage nur noch im ideologischen Kunstkonstrukt der sog. "EU" findet).

Pantheistische Gedankengrundlagen finden sich bereits bei Heraklit von Ephesus, sicherlich auch bei Platon und Epikur, im europäischen Mittelalter bei Meister Eckhart, Nikolaus von Kues und Erasmus von Rotterdam. Deutlicher zutage tritt es in der frühen Neuzeit mit Miguel Serveto y Reves sowie Giordano Bruno, in der Barockzeit mit Baruch de Spinoza. M.W. empfanden sich sowohl Johann Wolfgang von Goethe als auch der Maler Caspar David Friedrich als Pantheisten. Auch Albert Einstein soll einer pantheistischen Weltempfindung nahegestanden haben. Ich weiß mich also in angenehmer Gesellschaft. ;-)

Dass der - ansonsten von mir geschätzte - Evolutionstheoretiker Richard Dawkins den Pantheismus als “sexed-up-atheism” belächelt, ficht mich nicht an. Pantheismus ist nämlich nicht ausschließlich Sache des kritischen Verstandes, sondern außerdem eine - poetisch-religiös ausgedrückt - Frage der Seele. Anders ausgedrückt, und ebenfalls teils poetisch: eine Frage des Lebensklanges, der intrinsischen Motivation eigenen Handelns.




Finden Sie Interessensüberschneidungen? Gleich- oder Gegenklänge? Vielleicht haben wir - neben den Hunden - Zeit fürs Gespräch ...


 

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Zitate der Gotik: Spitzbogen und Dreischneuß (Fischblase).

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Kunsthistorische Zitate: Spätgotische Kreuzstockfenster, Mascarones und Fächerrosetten der Weser-Renaissance.

Mein (syn-)ästhetischer Geschmack
 

Architektur der Weser-Renaissance.

Das Interessante an der "deutschen" oder Weser-Renaissance ist die architektonische Spannung, die Ambivalenz, die Gebrochenheit, die ihr innewohnt. Die aus Frankreich importierte Gotik und die aus Italien importierte Renaissance stoßen hier, im ideologisch-religiösen und philosophischen Hinterbau, widersprüchlich zusammen. Am deutlichsten wird das vielleicht, wenn sich über einen hoch in die Luft ragenden gotischen Treppengiebel Roll- und Bandelwerk schwingt, das gotische Himmelsstreben wieder zur Erde hin zurückkringelnd.
 

  • Vanitas-Motivgebung des Barock

Im erlangten Bewusstsein der eigenen Sterblichkeit das Leben ehren und feiern
 

  • Automobil-Design der ersten Hälfte der 1960-er Jahre ("Trapez-Form") sowie Automobil-Design der 1980-er Jahre

Es gibt Formgebungen, die zeitlos schön sind. Und damit seien hier nicht Taille und Glutaeus maximus des weiblichen Geschlechts gemeint. Automobile betreffend scheint Spitzendesign meist aus Italien oder Frankreich zu stammen. Die m.E. kompromissfreiesten Designer:

lebenstafel

 

“Lebenstafel”, mit Zitaten aus Weserrenaissance (gebrochener Dreiecksgiebel, Beschlagwerk) und Barock (Vanitas-Motiv Totenschädel).Das Motiv “Automobil” stellt die stark vereinfachte Silhouette eines Facel Vega HK 500 dar. Es handelte sich dabei um eines der schönsten und zeitlosest edel geformten Automobile aus der ersten Hälfte der 1960-er Jahre.




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